Während zwei Doppelstunden nutzen Zehntklässler KI-Chatbots in Kombination mit Erklärfilmen, um sich den Monotoniesatz anzueignen. Dabei nutzen sie jeweils zur Hälfte die Neuentwicklung „Mathe-Buddy“ und einen generischen Chatbot. Alle Fragen sollen nicht der Lehrkraft gestellt werden, die sich dadurch ordentlich gelangweilt hat, sondern dem Chatbot. Dieser beantwortet geduldig.

Und warum das alles?
Daniel Glöckler vom Institut für Psychologie und Pädagogik an der Universität Ulm untersucht in seiner Masterarbeit die Auswirkung von unterschiedlichen KI-Lernassistenten auf die Lernleistung im Fach Mathematik. Dabei wird der Mehrwert einer speziellen KI-App gegenüber sonst bei Schülerinnen und Schülern gerne genutzten Sprachmodellen untersucht. Der Entwickler von Mathe-Buddy, Viktor Becker, erhofft sich damit ein Produkt zu entwickeln, das insbesondere als Lernbegleiter am heimischen Schreibtisch Kinder unterstützt, die im Unterricht nicht alles verstanden haben und sonst vielleicht Nachhilfe in Anspruch nehmen würden.
Und jetzt?
Am Ende der vier Schulstunden steht ein Feedbacktest mit Reflexionsbogen. Alle warten nun gespannt auf die Auswertung. Haben wir die Monotonie auf diese Weise gut verstanden? Wie stehen wir nun im Vergleich zu den anderen Klassen, die ebenfalls an der Studie teilgenommen haben? Wann übernimmt unser Lehrer wieder?

Text, Fotos: Sb
