Am 25. Februar 2026 erstrahlte unsere Schule in kräftigen Rosa- und Pinktönen. Anlass war der diesjährige Pink-Shirt-Day, ein internationaler Aktionstag gegen Mobbing, der auch an unserer Schule inzwischen fest verankert ist. Schon in den vorherigen Tagen hatte die UNESCO-AG das Schulhaus liebevoll dekoriert: Plakate schmückten die Gänge und selbstgebastelte rosafarbene Blumen in den Klassenzimmern sorgten für eine einladende, positive Atmosphäre im trüben Februar.
In der großen Pause kamen schließlich alle Schülerinnen und Schüler, die an diesem Tag ein rosafarbenes oder pinkes Oberteil trugen zusammen. Am Rondell entstand ein beeindruckendes Bild der Gemeinschaft: Kinder und Jugendliche, die gemeinsam ein Zeichen setzten – gegen Ausgrenzung, gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander.
Der Ursprung des Pink-Shirt-Days liegt im Jahr 2007 in Kanada. Als ein jüngerer Schüler wegen seines rosa T-Shirts gemobbt wurde, beschlossen zwei ältere Schüler – David Shepherd und Travis Price – ein Zeichen zu setzen. Sie kauften 50 pinke Shirts und verteilten sie an ihre Mitschüler. In der nächsten Woche erschien fast die gesamte Schule in Pink. Diese spontane Aktion der Solidarität verbreitete sich weltweit und wurde zum Symbol für Mut, Zusammenhalt und Zivilcourage.
Als UNESCO-Projektschule tragen wir eine besondere Verantwortung: Wir setzen uns aktiv für Menschenrechte, Toleranz, Demokratie und ein friedliches Zusammenleben ein. Der Pink-Shirt-Day passt perfekt zu diesen Leitlinien. Er erinnert daran, dass Zivilcourage im Alltag beginnt. Er zeigt, dass Gemeinschaft stärker ist als Ausgrenzung und er macht sichtbar, dass jede*r Einzelne Verantwortung trägt, wenn es darum geht, Mobbing zu verhindern.
Durch unsere Teilnahme leben wir die Werte, die wir im Unterricht vermitteln, auch im Schulalltag sichtbar vor.
Der Pink-Shirt-Day 2026 war mehr als ein farbenfrohes Event. Er war ein Moment, in dem unsere Schule gezeigt hat, wofür sie steht: Respekt, Solidarität und Mut.
Die vielen pinken und rosafarbenen Oberteile, die liebevollen Dekorationen und das gemeinsame Treffen am Rondell machten deutlich, dass wir Mobbing keinen Raum geben wollen. Und genau darum geht es: Nicht nur an einem Tag, sondern jeden Tag.

Text und Foto: Ws
