13. August 2026

Die Schulsanitäter besuchen die Profis

Die Schulsanitäter besuchen die Profis

Im Einsatz

Zehn Millionen Euro – bei dieser Summe denken die meisten an eine Villa, einen Sportwagen oder sogar einen Privatjet. Doch in diesem Fall geht es um etwas, das Leben retten kann: einen Rettungshubschrauber. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Rettungswesens und sorgt dafür, dass schwer verletzte oder erkrankte Menschen schnell medizinisch versorgt werden können. Um mehr über seine Arbeit zu erfahren, machten sich die Schulsanitäter am Montag, den 27. Juli gemeinsam mit Lehrer Julius Selig auf den Weg: mit der Linie 2 fuhren wir zunächst zur Universität Süd und liefen von dort zum Hubschrauberlandeplatz.

Dort wurden wir vom Piloten begrüßt. Er erklärte uns, wie ein Einsatz abläuft, welche Aufgaben er dabei übernimmt und welche Besonderheiten der Rettungshubschrauber mit sich bringt. Im Anschluss stießen auch der Notfallsanitäter, der Notarzt und auch der unsere AG betreuende Lehrer Uwe Grüner dazu. Die Rettungskräfte beantworteten unsere Fragen und erzählten uns von ihrem Arbeitsalltag. Anschließend dürften wir den Hubschrauber auch von innen besichtigen und weitere Fragen stellen Dabei konnten wir uns die medizinische Ausstattung aus nächster Nähe ansehen, Fotos machen und den Rettungshubschrauber erkunden.

Danach ging es weiter zur Rettungswache. Dort zeigten uns die Einsatzkräfte die verschiedenen Rettungswagen (RTW) und erklärten uns, welche Aufgaben diese im Rettungsdienst übernehmen. Wir durften uns die Fahrzeuge von innen genauer anschauen und bekamen einen Einblick in die Ausstattung und die verschiedenen Geräte, die bei einem Einsatz benötigt werden. Besonders spannend war es, selbst in die Rettungswagen hineinzusteigen und sich auf die Plätze zu setzen, auf denen die Einsatzkräfte während eines Einsatzes arbeiten. Dabei konnten wir uns viel besser vorstellen, wie ein typischer Rettungseinsatz abläuft.

Später gab es noch eine Überraschung für uns: als Geschenk für unseren Schulsanitätsdienst bekamen wir ein eigenes Pulsoximeter. Dieses dürfen wir zukünftig bei unserer Arbeit in der Schule verwenden und bei Bedarf den Puls sowie die Sauerstoffsättigung einer Person messen. Wir haben uns sehr über das Geschenk gefreut, da das Pulsoximeter eine praktische Ergänzung für unsere Ausrüstung ist und wir dadurch bei unserer Arbeit als Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter noch besser ausgestattet sind. Für uns war es ein schönes Zeichen der Wertschätzung und gleichzeitig eine hilfreiche Unterstützung für unsere zukünftigen Einsätze an der Schule.

Um unsere Exkursion abzurunden, bekamen wir zum Abschluss noch einen kleinen Einblick in die Ausbildungsschule. Da dort zu diesem Zeitpunkt noch Unterricht stattfand, konnten wir uns die einzelnen Lehrräume nicht anschauen, aber einen Prüfungsraum. Dort wurden uns einiges Details zur Ausbildung zum Notfallsanitäter erklärt sowie der Ablauf einer Prüfung anhand von Fallbeispielen erläutert. Einblick erhielten wir auch in einen Raum mit Utensilien sowie in die Kantine der Auszubildenden. Anhand des cABCDE-Schema wurde uns gezeigt, welche Schritte in der Notfallmedizin immer durchlaufen werden. Die Buchstaben stehen für Folgendes: c = Critical Bleeding (starke Blutungen stoppen), A = Airway (Atemwege überprüfen), B = Breathing (Atmung kontrollieren), C = Circulation (Kreislauf überprüfen), D = Disability (Nervensystem kontrollieren), E = Exposure / Environment (Körper weiter untersuchen). Außerdem wurde uns das Heimlich-Manöver anhand einer Trainingsjacke gezeigt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Danach war die Exkursion auch schon vorbei. Wir als Schulsanitäter konnten viele Dinge mitnehmen – sowohl für unsere Arbeit an der Schule als auch für unsere eigene Zukunft.

Julia Keppler (9d), Harshitha Sannapaneni und Sharin Cofano (beide 9e)  PAG